TINE 2.0 UND BRASILIEN - EINE STARKE VERBINDUNG

Mit der brasilianischen Firma SERPRO verbindet Tine 2.0 eine enge Zusammenarbeit. Das Unternehmen gehört zum brasilianischen Bund und agiert für ihn als IT-Dienstleister. So laufen über SERPROs Server zum Beispiel die Visaanträge oder die Auszahlung der Renten für die Brasilianer. Mit seinen 10.000 Mitarbeitern ist SERPRO das größte öffentliche IT-Unternehmen in Lateinamerika.

Bis zum Ende dieses Jahres plant SERPRO, seine 10.000 Mitarbeiter komplett auf Tine 2.0 zu migrieren. Damit betreibt SERPRO dann die größte Tine 2.0 Installation weltweit. Daneben betreibt SERPRO aber Tine 2.0 nicht nur für sich selbst, sondern auch für verschiedene Ministerien, darunter zum Beispiel das Finanzministerium sowie für die brasilianische Präsidentin. Insgesamt benutzen in der brasilianischen Verwaltung bereits über 30.000 Anwender Tine 2.0.

Im Rahmen dieser Tätigkeiten entwickelt SERPRO Tine 2.0 auch selbst weiter und passt Tine 2.0 an die Anforderungen der brasilianischen Verwaltung an. Um diese Arbeiten besser koordinieren zu können, fand das erste deutsch-brasilianische Tine 2.0 Entwicklertreffen in Hamburg statt. Im Rahmen des Treffens wurde zum Beispiel besprochen, welche Anpassungen von SERPRO in Tine 2.0 übernommen werden können, welche neuen Anwendungen in Zukunft entwickelt werden und wie die Zusammenarbeit in Zukunft noch besser koordiniert werden kann.

Um auch die restlichen Entwickler von SERPRO kennenzulernen, wurde Lars Kneschke – Product Manager Tine 2.0 - von SERPRO zur Konferenz CONSEGI in Brasilien eingeladen. Diese Konferenz wird von SERPRO veranstaltet und richtet sich primär an Entscheider aus der öffentlichen Verwaltung und soll dort den Einsatz von Open Source fördern. Im Rahmen dieser 3-tägigen Konferenz hat Lars Kneschke mehrere Vorträge gehalten und Workshops veranstaltet.

Als nächstes Highlight dieser Zusammenarbeit wird in Kürze ein Modul zur Online Schulung in Tine 2.0 integriert, welches von SERPRO entwickelt wurde.

Besonders spannend ist die Zusammenarbeit mit SERPRO, da Brasilien eines der Länder ist, das sich gegen die Spionage-Aktivitäten der NSA maßgeblich wehrt. Als eines der am stärksten bespitzelten Länder hat Brasilien die USA in jüngster Vergangenheit immer wieder scharf kritisiert und die Regierung hat weitreichende Maßnahmen eingeleitet, um die Kommunikation in ihrem Land zu schützen. Im September hat die brasilianische Regierung angekündigt, dass bis Ende des Jahres der brasilianischen Bevölkerung ein kostenloser, verschlüsselter E-Mail-Dienst zur Verfügung gestellt werden soll. Die brasilianische Post (Correios) wird die Dienstleistung anbieten und SERPRO die Entwicklung übernehmen. Basis für den E-Mail-Dienst ist die Kommunikationsplattform Expresso, die SERPRO zusammen mit uns auf der Grundlage der Groupware Tine 2.0 entwickelt hat. Expresso ist bereits bei über 700.000 Usern im Einsatz und hat sich dabei mehr als bewährt.