01 | Allgemeine Fragen

Tine 2.0 ist für die Anwendung im Web-Browser konzipiert und funktioniert somit unabhängig vom gewählten Betriebssystem. Eine Software-Installation auf dem Endgerät ist ebenfalls nicht erforderlich.

Tine 2.0 unterstützt offiziell die Web-Browser Google Chrome, Mozilla Firefox, Safari und Microsoft Edge. Die jeweilig unterstützten Browserversionen sind vom Tine 2.0-Softwarestand abhängig und in den veröffentlichten Release Notes dokumentiert.

Tine 2.0 unterstützt die Server-Betriebssysteme Linux Ubuntu, Debian, Red Hat Enterprise Linux und Cent OS. Der Tine 2.0-Server erfordert eine Webserverkonfiguration mit Apache oder Nginx sowie PHP und MySQL (alternativ auch MariaDB). Für die Nutzung der Volltextsuche und den Preview Service für Dokumente sind weitere Services bereitzustellen.

Welche Hardware-Ressourcen benötigt werden, kommt natürlich auf die Nutzung an. Unterschiedliche Clients (ActiveSync, XDAV, ...) verbrauchen unterschiedlich viele Ressourcen. Eine sehr grobe Richtlinie ist:
1 CPU, 4 GB RAM, 10-50 GB Storage (var/lib/tine20) pro 25 User / Kurve fällt aber ab, je mehr User man hat.
Praxis-Beispiel: Für ~1000 User braucht man 2x16 CPUs, 2x32 GB RAM 200 -400 GB Storage

Ja. Tine 2.0 unterstützt die Bedienung am Tablet. Die Nutzung auf dem Smartphone (Android und iOS) ist auf die nativen Apps für E-Mail, Kalender, Kontakte und Aufgaben begrenzt. Die Synchronisierung zwischen dem Tine 2.0-Server und dem Smartphone erfolgt über das ActiveSync-Protokoll. 

Tine 2.0 kann an ein bestehendes Active Directory angebunden werden und die dort hinterlegten Informationen bezüglich der Benutzer, ihren Zugängen und Berechtigungen übernehmen. Die Funktion ist nur in der Business Edition verfügbar.

In der Server-Client-Architektur von Tine 2.0 ist der Client als Browser-Applikation entwickelt und benötigt für den Betrieb eine bestehende Verbindung zum Tine 2.0-Server.

Tine 2.0 unterstützt die Datenformate .csv, .ics, .doc und .xlsx für den Import sowie alle gängigen Datenformate für den Export. 

Tine 2.0 kann mit den herkömmlichen Standard-Webservern verwendet werden. Im Bereich der Client-Server-Protokolle werden alle gängigen Sync-Protokolle wie Actice Sync, CalDAV, WebDAV oder Jason RPC unterstützt. 

In der Entscheidungsphase können Sie Tine 2.0 auf Wunsch für einen begrenzten Zeitraum kostenlos testen. Für die Beantragung der Teststellung wenden Sie sich gern an unseren Vertrieb – per E-Mail an sales@metaways.de oder telefonisch +49 40 31 70 31 -65.

Eine Hilfedokumentation ist in sowohl in digitaler Form als auch als Handbuch vorhanden.

Zudem ist Tine 2.0 in der Business Edition mit einer kontext-sensitiven Hilfefunktion ausgestattet. Bei Anwählen des Links wird auf die entsprechende Stelle in der Online-Hilfe verzweigt, die eine ausführlichere Erläuterung zum angewählten Eingabefeld liefert.

Tine 2.0 wurde bewusst so konzipiert und entwickelt, dass eigene Anforderungen und Prozesse in die Software integriert werden können. Dank des modularen Aufbaus kann Tine 2.0 jederzeit erweitert und individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst werden. 

Wir unterstützen die aktuelle und die jeweilige Vorgängerversion von Tine 2.0 mit regelmäßigen Updates (Bugfixes) und leisten technischen Support. (Stand 12.2019 sind das Anton 2019.11.4 & Nele 2018.11.14)

02 | Sicherheit und Datenschutz

Die Datenverbindung zwischen Ihrem Webbrowser und dem Tine 2.0-Server wird mit einem hybriden Verschlüsselungsprotokoll wie TLS chiffriert und ist so vor ungewolltem Mitlesen durch Dritte geschützt. 

Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung über Hardware- und Software-Token oder digitale Zertifikate lässt sich auf Wunsch integrieren.

Tine 2.0 ermöglicht die Erstellung von individuellen Profilen für Benutzer und Gruppen. Rechte für den Zugriff auf Module oder Funktionen können ebenso granular bestimmt werden wie der Umfang, z.B. bezüglich der Lese- und Schreibrechte. Darüberhinaus können Module, Ordner und auch einzelne Dateien beispielsweise mit einer User-PIN-Eingabe oder einem Token geschützt werden. 

Für nahezu alle Einträge in Tine 2.0 wird eine Historie angelegt, die es erlaubt, Änderungen an Datensätzen nachzuvollziehen. Bei Bedarf können diese mithilfe der Undo-Funktion rückgängig gemacht werden. 

Mobile Endgeräte wie Smartphones können für ihre Nutzung und Konnektivität mit dem Tine 2.0-Server mit einem Regelwerk für die Datenverbindung und weiteren Authentifizierungsmerkmalen versehen werden. 

Der Tine 2.0-E-Mail-Client erlaubt eine PGP-Verschlüsselung von E-Mails. Darüber hinaus können für sensible Inhalte, die die sichere Umgebung von Tine 2.0 nicht verlassen sollen, sogenannte Systemlinks als Alternative zum Dateianhang versendet werden. So können Sie sicher sein, dass alle Ihre Daten vertraulich bleiben- egal, wo und wie Sie Tine 2.0 betreiben.

03 | Software-Wartung und Support

Metaways stellt jährlich ein umfangreiches Major Update bereit, das Optimierungen und Aktualisierungen im Bereich der technischen Voraussetzungen und neue Programmfunktionen enthält. Jedes Major Release wird für einen Zeitraum von zwei Jahren nach Release-Veröffentlichung von Metaways supportet. Darüberhinaus wird monatlich ein Minor Update bereitgestellt, das kleine Änderungen an der Software vornimmt und unkritische Programmfehler bereinigt.

Befindet sich Ihre Tine 2.0-Installation in der Betriebsverantwortung von Metaways, dann werden die Minor Updates automatisch eingespielt. Ein Major Release wird erst nach Rücksprache mit Ihnen ausgerollt. Übernehmen Sie selbst oder ein von Ihnen beauftragter Dienstleister die Betriebsverantwortung für Tine 2.0, dann bekommen Sie eine Information über die verfügbaren Updates und nehmen die Aktualisierungen selbst vor. 

Wenn Sie sich für eine individuelle Lösung entscheiden, werden die vorgenommenen Anpassungen und Erweiterungen selbstverständlich berücksichtigt.

Unseren Tine 2.0-Kunden mit einer gültigen Subscription der Business Edition steht der Metaways Software-Support von Montag bis Freitag in der Zeit von 09:00 bis 17:00 Uhr telefonisch oder via E-Mail zur Verfügung. Ein 24x7 Support ist optional nach Vereinbarung verfügbar. Die Bedingungen für Wartung und Support haben wir in diesem PDF zusammengefasst.

04 | Software-Subscription

Die Software Subscription ist eine zeitlich befristete Vereinbarung zwischen Ihnen als Software-Kunden und Metaways als Software-Hersteller, welche Vereinbarungen, Leistungen und Entgelte für die Nutzung, Software-Pflege und den Support enthält.

Mit einer Software-Subscription erwerben Sie das Recht auf Nutzung und Aktualisierung der Software sowie auf den Anspruch auf qualifizierten Software-Support

Der Preis für die Software-Subscription berechnet sich aus der Anzahl der Benutzer, der gewählten Laufzeit sowie dem Umfang der Individualanpassungen und/oder Erweiterungen. 

Die Tine 2.0 Business Edition kann ausschließlich mit gültiger Software-Subscription genutzt werden. Die Community Edition ist frei verfügbar, Metaways leistet aber keinerlei Support.

05 | Client-Limitationen / Besonderheiten

Sobald ein Termin in einem gemeinsamen Kalender Teilnehmer hat, kann man ihn unter macOS und iOS nicht mehr bearbeiten.

Vermutlich ist die Ursache hierfür tief in der Calender-Architektur von iCal verborgen. Das Grundproblem ist:
Apples eigener Calender-Server kennt keine gemeinsamen Kalender mit Teilnehmern. Teilnehmer gibt es bei Apple nur in persönlichen Kalendern.

Wir haben das Verhalten ausführlich untersucht, in der Hoffnung einen Trick zu finden, zumindest den iCal unter macOS zu überlisten. Leider ohne Erfolg, denn:
(i) In delegierten Kalenders können nur Termine bearbeitet werden, in denen der Organisator dem Eigentümer des Kalenders entspricht.
(ii) Der Eigentümer eines delegierten Kalenders kann nicht der Benutzer selbst sein.

Eine Lösung, welche zugegebenermaßen nicht schön ist, aber funktioniert:

  • Auf gemeinsame Kalender verzichten
  • Ressourcen u. gemeinsame Kalender über einzelne Nutzer abbilden.

Apples Adressbuch auf macOS kann nicht mehrere Adressbuchgruppen synchronisieren (die einzige uns bekannte Ausnahme ist hier Apples eigene iCloud-Synchronisation). MacOS nimmt zur Synchronisation immer nur das erste Adressbuch, dieses bestimmt dann die interne ID zur Synchronisation. Innerhalb der Tine 2.0 Umgebung ist das erste Adressbuch "Alle Kontakte".

Innerhalb von iOS hat Apple das ein wenig anders gelöst: Dort werden immer alle Adressbuch-Gruppen (für die man mind. das Leserecht hat) synchronisiert. Neue Kontakte werden (sofern das Tine 2.0 Adressbuch als "Standardaccount" festgelegt wurde) in das persönliche Adressbuch gespeichert. Hier hat Apple die Einschränkung, dass man beim Bearbeiten/Erstellen eines Kontaktes, die Adressbuch-Gruppe nicht ändern/wählen kann.